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Start / Ziel:

StreckenINFO:

Teilnehmer:

Samstag, den 05.08.2017

André Medzech

Bad Oeynhausen / Herford

ca. 114 km ● 844 hm  Einwegstrecke ● Tourenrad / eBike

9 Radler


TourInfo:

Vom Bahnhof Bad Oeynhausen machten sich 9 Pedalritter auf den Weg zum Kaiser Wilhelm Denkmal nach Porta Westfalica. Vom Start aus führte uns der Weg entlang der Werre zur Ihrer Mündung in den großen Weserbogen (wird sehr oft besungen!). Von hier ging es weiter, auf dem Weserradweg nach Porta Westalica. Dort angekommen machten wir uns, auf zum Kaiser Wilhelm. Der Kaiser musste erst mal er strampelt werden, denn es erwartete uns ein knackiger Anstieg zum Wittekindsberg. Nach Erreichen des Gipfels wurden wir mit einem tollen Ausblick über das Weserbergland belohnen. Nach der Abfahrt führte die Route entlang des Wiehengebierges, am Potts Park vorbei nach Lübbecke, wo eine Pause eingelegt wurde. Dort trafen wir auf den West-Ost-Radweg (Die Route stellt eine weitgehend direkte Ost-West-Verbindung im mittleren Niedersachsen dar und bindet in ihrem Verlauf von den Niederlande bis Sachsen-Anhalt die drei größten niedersächsischen Städte Hannover, Braunschweig und Osnabrück ein). Diesen folgend, radeln wir schnurstracks auf Bad Holzhausen zu, wo die längste  BahnRadRoute „Weser-Lippe“ (Die BahnRadRoute Weser-Lippe von Bremen über Bielefeld nach Paderborn ist mit über 300 Kilometern Länge mit Abstand die längste der drei BahnRadRouten) auf uns wartet. Auf ihr wurde das Wiehengebierge durchquert. Radelnder Weise ging es weiter auf der BahnRadroute durch das Wittekindsland oder "bui us teo hius" wie die Ostwestfalen sagen. Nun fuhren wir noch durch die Städte Ennigloh und Bünde, bis wir das Reiseziel die Hansestadt Herford im Ravenberger Hügelland erreichten.


Kaiser – Wilhelm - Denkmal

18. Oktober 1896 - Die Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica

Am 18.10.1896 wurde das Provinzialdenkmal zur Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. an der Porta Westfalica bei Minden eingeweiht. An der Einweihungsfeier, zu der auch Kaiser Wilhelm II. angereist war, nahmen annähernd 20.000 Menschen teil. Das Festprogramm entsprach einer nationalen Liturgik, mit der die Einheit der Nation gefeiert wurde.

Im Folgenden wird das Ereignis der Einweihung in seinen Kontext der Baugeschichte des Denkmals und seiner späteren Rezeption als Ort nationaler Sinnstiftung eingeordnet sowie in den weiteren Kontext der Porta Westfalica als nationalem Weiheort, an dem verschiedene Traditionsbildungen zusammenlaufen.

 

 

Porta Westfalica

Das Weserdurchgangstal zwischen Weser- und Wiehengebirge mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Hang des Wittekindsberges ist zum Wahrzeichen und zur Namensgeberin der Stadt geworden. Seit Jahrzehnten haben Wanderer, Radler, Urlauber und Erholungssuchende die Schönheit der Landschaft an der "Westfälische Pforte" erkannt.

 

Wander- und Fahrradfreunden bietet sich ein gut ausgebautes Wegenetz. Neben verschiedenen Rundrouten verläuft hier auch der Qualitätswanderweg Weserbergland-Weg (XW) sowie der beliebte Fernradweg Weser-Radweg. Für „Wasserratten" stehen das PORTA-BAD und der Badesee mit Campingplatz „Großer Weserbogen" bereit. Im Besucher-Bergwerk Kleinenbremen und auf der Mühlenroute mit ihren 43 Mühlen kann man sich auf die Pfade der Geschichte begeben.

 

Einzigartige kulturelle und sportliche Erlebnisse an besonderen Orten inspirieren und bleiben unvergesslich. Wer malerische Idylle und friedvolle Momente erleben möchte, wer Erholung und Entspannung sucht, wird in dieser Landschaft und in der dörflichen Atmosphäre der 15 Ortsteile das Richtige finden. Der Fluss, die Berge, das Denkmal - eine faszinierende Landschaft erwartet Sie.

 

Die Porta Westfalica ist der Taleinschnitt zwischen Weser- und Wiehengebirge, durch den die Weser in die Norddeutsche Tiefebene fließt. Vermutlich im Paläogen entstanden, hat diese Tallandschaft wegen ihrer zentralen Lage geschichtlich immer eine Rolle gespielt, z. B. während der Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen und später den Franken unter Karl dem Großen und den Sachsen unter Herzog Wittekind. Zeugen aus der Vergangenheit, wie die alten Wallburgen, erinnern daran. Die erste kontinuierliche Besiedlung erfolgte mutmaßlich erst in der sächsischen Zeit. 1896 wird das Wahrzeichen der Stadt, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal erbaut.