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Teilnehmer:

Samstag, den 14.09.2019

André Medzech

Brambauer Lüntec ● 10:00 Uhr

Brambauer

87 km ● 447 hm  Rundkurs ● Tourenrad

2 Radler


StreckenInfo:

Am Samstagmorgen ging es am Brambauer UFO (Lüntec) los. Der Route führte uns nach Waltrop, wo wir den Dattel-Hamm-Kanal überquerten. Durch die Rieselfelder (Die Rieselfelder liegen in der Dahler Heide, einer ehemaligen Heidelandschaft zwischen Datteln, Waltrop und Lünen) fahrend, erreichten wir den Dortmund-Ems-Kanal und die Alte Fahrt (Als Alte Fahrt wird ein stillgelegter Abschnitt des Dortmund-Ems-Kanals am Dattelner Meer bezeichnet) bei Datteln. Nach durchqueren der Bauernschaft Natrop ging es am Rand der Haard (liegt in dem Naturpark Hohe Mark - Westmünsterland) auf dem Haardgrenzweg über Oer-Erkenschwick in "Die Burg" (Naturschutzgebiet (NSG) bei Marl-Sinsen bis zum Flugplatz in Marl Loemühle. Gerade aus dem einen Naturschutzgiebt raus und schon wieder in das Nächste rein! Wir fuhren durch das NSG – Loehmühlebachtal an Scherlebeck und Langenbochum vorbei bis wir das Ziel "Das Alte Dorf Westerholt" erreichten. Es gruppiert sich malerisch um das klassizistische Schloss Westerholt und die Dorfkirche. So viele gut restaurierte Fachwerkhäuser sieht man selten im Ruhrgebiet, daher wird das Dorf Westerholt auch das "Westfälische Rothenburg" genannt. Nach eine ausgiebigen Pause radelten wir weiter auf unserer Tour. Das nächste Ziel war die "Zeche Ewald" und die "Halde Hoheward" in Herten. Wir erreichten sie entspannt auf der Bahntrasse "Allee des Wandels". Nach einer kurzen Rast führte uns die Tour auf der Balkon-Promenade an der "Halde Hoheward" entlang zur Drachenbrücke und zum Emscherparkradweg. Bei der "Burg Henrichenburg", vom gleichnamigen nördlichste Stadtteil der Stadt Castrop-Rauxel, verließen wird den Radweg und die Route schlängelte sich durch die "Ickersche Heide" über den Dortmund-Ems-Kanal bis nach Brambauer zurück.

Info:

Das Alte Dorf Westerholt gruppiert sich malerisch um das klassizistische Schloss Westerholt und die Dorfkirche. So viele gut restaurierte Fachwerkhäuser sieht man selten im Ruhrgebiet, daher wird das Dorf Westerholt auch das "Westfälische Rothenburg" genannt.

Das Alte Dorf Westerholt gilt als eine der schönsten geschlossenen Siedlungen in Nordrhein-Westfalen. Die alte "Reichsfreiheit Westerholt", die das Schloss, das Dorf und die Wallanlagen umfasst, versprüht einen besonderen mittelalterlichen Charme. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Westerholt, das "Holz im Westen" von Recklinghausen, im Jahr 799 als Bauernhof, der zur Abtei Essen-Werden gehörte. Etwa 250 Jahre später, genauer auf das Jahr 1047, fällt der erste Nachweis der Grafen von Westerholt. Die Burg Westerholt wurde dann Ende des 12. Jahrhunderts errichtet.

Im Jahr 1991 wurde das Alte Dorf Westerholt unter Denkmalschutz gestellt. Heute gruppieren sich ungefähr 60 gut restaurierte Fachwerkhäuser um das Schloss Westerholt sowie die Kirche St. Martinus. Im Alten Dorf Westerholt leben noch um die 400 Einwohner. Die ältesten Jahreszahlen an den Fachwerkhäusern verweisen mit 1606 oder 1627 auf die Zeit vor und während des Dreißigjährigen Krieges. Heute ist das Alte Dorf Westerholt ein beliebtes Ausflugsziel und bietet neben seinem historischen Flair auch einige Cafes und Restaurants zum Verweilen.

 

1871 begann die Geschichte der Zeche Ewald. 21 Gewerken, darunter der Essener Unternehmer und Namensgeber Ewald Hilger, gründeten das Bergwerk im Hertener Süden. Nach mühsamen Anfängen entwickelte sich die Zeche vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg mit zeitweise über 4.000 Bergleuten zur produktivsten Zeche des Ruhrgebiets. Am 28. April 2000 wurde die Kohleförderung eingestellt. Eine markante Zechenarchitektur aus drei verschiedenen Bergbau-Epochen, wie der Malakowturm (1888), Schacht 2 mit Schachthalle (1928) und das Doppelstrebengerüst des Zollverein-Architekten Fritz Schupp über dem Zentralschacht 7 von 1955, prägt den Standort. Schon 2002 entstanden hier die ersten neuen Arbeitsplätze. Mittlerweile steht der „Zukunftsstandort Ewald” für einen modernen und nachhaltigen Strukturwandel. Neben der Ansiedlung verschiedener internationaler Firmen und dem Wasserstoff-Kompetenzzentrum verbindet die Zeche Ewald auch auf spannende und unterhaltsame Weise Freizeit und Kultur. Die Zeche ist Teil des Landschaftsparks Hoheward, dessen Kern die benachbarte größte Haldenlandschaft Europas ist. Die beiden geschwungenen Stahlbögen des spektakulären „Horizontobservatoriums” bilden hier eine weithin sichtbare Landmarke, ebenso wie die große Horizontalsonnenuhr mit Obelisk nach antikem Vorbild.

 

Die Halde Hoheward in Herten ist mit 152 Höhe eine der größten ihrer Art und als Teil der Route der Industrie-kultur ein bedeutendes Wahrzeichen des Reviers. Umgestaltet zur Freizeit- und Kulturlandschaft, ist die Bergehalde heute ein beliebtes Ausflugsziel. Wenn Ihr euch also im flachen Ruhrgebiet nach Gebirge sehnt, müsst Ihr nicht weit fahren: Als Wanderer, Jogger oder Mountain-Biker kommt Ihr auf der Halde Hoheward voll auf Eure Kosten. Außerdem habt ihr oben auf der Halde Hohenward habt ihr einen ausgezeichneten Panorama-Blick über fast das gesamte Ruhrgebiet: Den Gasometer in Oberhausen könnt Ihr ebenso sehen wie den Dortmunder Fernsehturm. Bei klarer Sicht könnt Ihr sogar den Düsseldorfer Rheinturm in 50 km Entfernung erkennen.

 

Sonne, Mond und Sterne – das Horizont Observatorium Herten

Schon von weitem könnt Ihr die runden Stahlbögen des Horizont-Observatoriums erblicken. Sie sind nicht nur ein beeindruckender Blickfänger, sondern bilden auf der Halden-Plattform den Ortsmeridian, sodass Ihr von dort aus den Lauf der Sonne, des Mondes und der Sterne perfekt beobachten könnt. Ein weiteres Highlight der Hertener Halde ist die Horizontal-Sonnenuhr mit dem großen Obelisken.