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Anreise (Kosten):

Samstag, den 08.08.2020

André Medzech

Dortmund HBF ● 07:30 Uhr

Herford BF / Paderborn BF

ca. 76 km ● 574 hm  Einwegstrecke ● Tourenrad

0231/876940 bis Dienstag, den 04.08.2020

max. 10 Radler

Bahn (15,00 €)


Tourbeschreibung

Nachdem wir mit dem Zug den Herforder BF erreicht haben geht es entlang der Werre zur Wohlfühlstadt am Fuße des Teutoburger Waldes des Kneipp-Kurortes Bad Salzuflen. Wir befinden uns im Land des Hermann Den Werre-Radweg folgend durchfahren wir das Werretal bis wir die „Zucker“ und „Zieglerstadt“ Lage erreichen. Weiter entlang des Teutoburgers Wald radelnt, erreichen wir die Residenzstadt der Herren, Grafen und Fürsten zu Lippe, Detmold. Detmold ist die größte Stadt in Kreis Lippe. Nach umfahren des Fürstlichen Residenz Schlosses Detmold, verlassen wir den Werre-Radweg und fahren auf die Bahnradroute “Weser-Lippe“ zum unseren Etappenpunkt der Tour Biolandhof Meiwes mit seinem Lavendelfeld. Nach einer Pause geht es nun auf die Römer-Lippe-Route schnurstracks hoch zu den Externsteinen. Von hier aus fahren wir durch den Teutoburger Wald über Köhlstädt und Schlangen zum heilklimatischen Kurort Bad Lippspringe mit der Lippequelle. Jetzt nur noch Marienloh und Stadtheide hinter uns lassen und wir haben das Ende dieser Tour in Paderborn erreicht. Zurück geht es wieder mit dem Zug nach Dortmund.

Info:

Trüffel im Ruhrgebiet, Weinanbau in Südschweden – und nun Lavendel in Ostwestfalen-Lippe: Auf einem Acker bei Detmold wird der kommerzielle Anbau des Duftkrauts mit einer ersten Ernte getestet.

Die „lippische Toskana“ als violettes Blütenmeer: Rund 50.000 Lavendelpflanzen stehen derzeit auf einem steinigen Acker in Ostwestfalen-Lippe. Wo die bäuerliche Konkurrenz mit Althergebrachtem zu punkten versucht, hat der Detmolder Biobauer Martin Meiwes die Duft- und Heilpflanze in großem Stil angebaut. Nun soll eine erste Ernte zeigen, ob das Lavendelöl aus dem Hügelland in der nordrhein-westfälischen Provinz gegen die Konkurrenz aus dem Mittelmeerraum bestehen kann.

„Wir schauen, was wir an Ergiebigkeit und Duft herausbekommen“, sagt Axel Meyer, der als Inhaber des auf natürliche Duftöle spezialisierten Unternehmens Taoasis rund 50.000 Euro in das gemeinsame Pilotprojekt investiert hat. In absehbarer Zeit sei der Lavendelanbau in Deutschland jedoch voraussichtlich noch ein Verlustgeschäft. „In etwa fünf bis sieben Jahren könnte sich das langfristig rechnen“, hofft Meyer. Wichtig sei aber auch der Umweltaspekt des Ökoprojekts.

Aus den erwarteten rund zehn Tonnen Lavendelstroh könnten in einer hauseigenen Anlage voraussichtlich etwa 35 bis 40 Liter reines Öl gewonnen werden. Bei derzeitigen Großhandelspreisen sei eine Wirtschaftlichkeit des Projekts dabei jedoch noch nicht in Sicht, meint Meyer. Doch schon bei einer Zertifizierung des Öls nach den strengsten Biostandards könnte sich der Preis verdoppeln.

Bei einem jährlichen Verbrauch von rund 1,5 Tonnen Lavendelöl sei das Detmolder Unternehmen damit jedoch auch weiterhin vorwiegend auf den Weltmarkt angewiesen. Genutzt werde das etwa für seine beruhigende Wirkung bekannte Öl meist für medizinische oder auch für kosmetische Zwecke. Nach Engpässen der französischen Lavendelbauern sei man bereits bei der Suche nach hochwertigem Öl verstärkt auf Lieferanten aus Bulgarien umgestiegen, berichtet er.