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Anreise (Kosten):

Samstag, den 08.08.2020

André Medzech

Dortmund HBF ● 07:30 Uhr

Herford BF / Paderborn BF

110 km ● 805 hm  Einwegstrecke ● Tourenrad

4 Radler

Bahn (15,00 €)


Tourbeschreibung:

Für den Samstag waren hohe Temperaturen vorhergesagt und wurden auch eingehalten. Nichtsdestotrotz nahmen 4 Radler die Tour in Angriff. Vom Dortmunder HBF fuhr man mit dem Zug bis nach Herford BF, um dort die Tour zu beginnen. Hier führte der Weg die Gruppe direkt auf den Werre-Radweg. An der Werre, die ersten Kilometer vorwiegend unter schattigen Bäumen, entlang radelnd, kamen wir zügig zur Wohlfühlstadt am Fuße des Teutoburger Waldes, der Kneipp-Kurort Bad Salzuflen an. Die nächsten Kilometer durchfuhren wir das Werretal, hier und da sah man, wie in Corona-Zeiten üblich, die Warteschlangen, wie z. B. bei den Badeanstalten, Bäcker usw. Nachdem wir die Menschenmassen hinter uns gelassen hatten, erreichten wir die „Zucker“ und „Zieglerstadt“ Lage. Die Tour führte uns weiter entlang des Teutoburgers Waldes zur Residenzstadt der Herren, Grafen und Fürsten zu Lippe, Detmold. Detmold ist die größte Stadt in Kreis Lippe. Hier machten wir in der Nähe des Schlosses eine ausgiebige Rast. Man sollte noch bemerken, dass an diesem Tag die Flüssigkeitsaufnahme die wichtigste Tätigkeit war! Also erst einmal nachtanken! Nach der Pause umfuhren wir des Fürstlichen Residenz Schlosses in Detmold, danach verließen wir den Werre-Radweg und radelten auf die Bahnradroute “Weser-Lippe“ weiter zu unserem höchsten Punkt an diesem Tag, zum Hermannsdenkmal. Der fünf Kilometer langen Anstieg hatten es in sich, wir hatten bis zu maximale Steigung vom 12,3% zu bewältigen und die Sonne meinte es gut mit uns! Am Hermann angekommen, entschädigte der Ausblick alle Mühen, die wir bis dato auf uns genommen hatten. Nachdem wir eine rasante Abfahrt, bis zu 20% Gefälle, hinter uns gebrachten hatten, erreichten wir unser Tourziel den Biolandhof Meiwes mit seinem Lavendelfeld. Wir hatten Glück, alle Felder waren noch nicht abgeerntet! Eine leichte Prise durchwehte das Feld und wir konnten den Duft von Lavendel deutlich wahrnehmen. Nachdem wir die Nase voll hatten, führte uns die Strecke weiter zu unserer nächsten Sehenswürdigkeit, den Externsteinen! Bis jetzt war die Tour überwiegen unter Bäumen oder im Wald verlaufen, somit konnten wir die tropischen Temperaturen ausweichen. Ab jetzt, bis zu den Steinen, sollte es sich ändern! Wir fuhren durch offenes Gelände und die Luft „Stand“ förmlich und machte es uns schwer die Steigungen zu meistern. Als wir endlich einen Biergarten erreichten, stärkten wir uns und fügten Flüssigkeit (ohne Alkohol!) nach! Mit neuem Schwung kamen die Steine näher! Nachdem einige Erinnerungsfotos (an den Externsteinen) geschossen hatten, ging es durch den Teutoburger Wald über Köhlstädt und Schlangen immer bergab. Nach einem letzten kleinen Anstieg erreichten wir den heilklimatischen Kurort Bad Lippspringe mit der Lippequelle. Jetzt kurz Heilwasser nachfüllen und ab ging die Reise über Marienloh und Stadtheide bis zum Ende dieser Tour nach Paderborn. Erschöpft, aber mit einem guten Gefühl es geschafft zu haben, fuhren wir mit dem Zug zum Dortmund HBF zurück.

Das Lavendelfeld beim Biohof Meiwes

Trüffel im Ruhrgebiet, Weinanbau in Südschweden – und nun Lavendel in Ostwestfalen-Lippe: Auf einem Acker bei Detmold wird der kommerzielle Anbau des Duftkrauts mit einer ersten Ernte getestet.

Die „lippische Toskana“ als violettes Blütenmeer: Rund 50.000 Lavendelpflanzen stehen derzeit auf einem steinigen Acker in Ostwestfalen-Lippe. Wo die bäuerliche Konkurrenz mit Althergebrachtem zu punkten versucht, hat der Detmolder Biobauer Martin Meiwes die Duft- und Heilpflanze in großem Stil angebaut. Nun soll eine erste Ernte zeigen, ob das Lavendelöl aus dem Hügelland in der nordrhein-westfälischen Provinz gegen die Konkurrenz aus dem Mittelmeerraum bestehen kann.

„Wir schauen, was wir an Ergiebigkeit und Duft herausbekommen“, sagt Axel Meyer, der als Inhaber des auf natürliche Duftöle spezialisierten Unternehmens Taoasis rund 50.000 Euro in das gemeinsame Pilotprojekt investiert hat. In absehbarer Zeit sei der Lavendelanbau in Deutschland jedoch voraussichtlich noch ein Verlustgeschäft. „In etwa fünf bis sieben Jahren könnte sich das langfristig rechnen“, hofft Meyer. Wichtig sei aber auch der Umweltaspekt des Ökoprojekts.

Aus den erwarteten rund zehn Tonnen Lavendelstroh könnten in einer hauseigenen Anlage voraussichtlich etwa 35 bis 40 Liter reines Öl gewonnen werden. Bei derzeitigen Großhandelspreisen sei eine Wirtschaftlichkeit des Projekts dabei jedoch noch nicht in Sicht, meint Meyer. Doch schon bei einer Zertifizierung des Öls nach den strengsten Biostandards könnte sich der Preis verdoppeln.

Bei einem jährlichen Verbrauch von rund 1,5 Tonnen Lavendelöl sei das Detmolder Unternehmen damit jedoch auch weiterhin vorwiegend auf den Weltmarkt angewiesen. Genutzt werde das etwa für seine beruhigende Wirkung bekannte Öl meist für medizinische oder auch für kosmetische Zwecke. Nach Engpässen der französischen Lavendelbauern sei man bereits bei der Suche nach hochwertigem Öl verstärkt auf Lieferanten aus Bulgarien umgestiegen, berichtet er.