Einen Burger an der Quelle des Phönix-Sees

Tour über den Phönixsee zur Emscherquelle

Datum:

Tourenleitung:

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Start / Ziel:

StreckenINFO:

Anmeldung unter:

 

Hinweis:

Samstag, den 09.07.2022

André Medzech

Brambauer Lüntec ● 10:00 Uhr

Brambauer / Emscherquellhof

ca. 70 km ● 470 hm  Rundkurs ● Tourenrad

0231 / 876940 bis Freitag, den 08.07.2022

 

Bitte Verpflegung für den Tag und ein verkehrssicheres Fahrrad mitbringen;

außerdem empfehlen wir das Tragen eines Helmes.



Die "Emscher" von der Kloake zum Naturparadies

(von Marius Rautenberg, veröffentlicht am 05.Mai.2022)

 

Man muss sie wohl schon von weitem gerochen habe. Mit Fäkalien, Chemikalien und Rückständen aus dem Bergbau luden die Ufer der Emscher über hundert Jahre lang nicht gerade zu einem Spaziergang ein. Als dreckigster Fluss Deutschlands galt sie gar. Ihre Quelle entspringt bei Holzwickede, dann durchquert die Emscher das Ruhrgebiet von Ost nach West bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken. Nachdem es Ende des 19. Jahrhunderts zu Seuchen mit hunderten Toten kam, ordnete das Land Preußen die Gründung der Emschergenossenschaft an. Bergbau, Industrie und Kommunen wurden zu einer Mitgliedschaft verpflichtet, mit dem Auftrag, sich um die Abwassersituation zu kümmern.

Da der Bergbau die Böden absacken ließ, war der Bau unterirdischer Kanäle kaum möglich. Eine oberirdische Abwasserentsorgung war nötig. Kurzerhand kanalisierte man die Emscher, begradigte und betonierte sie und ließ die gesammelten Industrieabwässer des Ruhrgebiets hineinfließen. Bis 1928 gelangten sie ungefiltert in den Rhein und von dort ins Meer, dann entstand das erste Klärwerk bei Bottrop. Doch bis die Emscher wieder ein sauberes Gewässer werden durfte, musste erst mal der Kohlebergbau an Bedeutung verlieren. Nachdem die Gefahr von absackenden Böden gebannt war, diskutierte man in den späten 1980ern Konzepte....[weitere Informationen]


Tourbeschreibung

Start der heutigen Radtour ist das Lüntec-Café in Brambauer. Auf der Seilbahntrasse radelnd gelangen wir aus Brambauer hinaus. An der Halde Minister Achenbach vorbei wird die A2 unterquert und der Dortmund-Ems-Kanal erreicht. Ab den Volksgarten Mengede folgen wir der ehemaligen Köttelbecke (die Emscher), sie führt uns an der Halde Deusen (Deusenberg) vorbei und an ihr umfahren wir weitläufig das Stadtzentrum von Dortmund. Nach einem Anstieg unterhalb der Schnettkerbrücke werden wir mit einen Blick auf den Fussballtempel von Dortmund belohnt. Nach durchfahren des NSG Bolmke unterhalb des Stadions erreichen wir nach einigen Pedalumdrehungen Phönix-West. Auf der Elias-Bahntrasse geht es direkt zum Phönix-See hinunter. Weiter an dem See entlang, folgen wir der Emscher durch das „Blaue Land“. Nachdem es durch Aplerbeck ging, führt uns die Route weiter bis nach Dortmund-Sölde. Hier verlassen wir die Emscher und fahren direkt zur Emscherquelle. Danach wird der Dortmunder Flughafen erreicht und es geht geschwind nach Dortmund-Asseln. Über verschlungenen Wegen kommen wir Dortmund-Scharnhorst schnell näher. Am Uferweg "Kirchderner Bach" kommt uns die gleichnamige Ortschaft Kirchderne schnell näher. An der Zeche Geneisenau und deren Park vorbei wird die Deponie Dortmund-Nordost umfahren und es geht zum Seepark nach Lünen. Als nächstes wird der Preusenhafen erreicht und der Weg führt uns auf die Geneisenautrasse. Ihr folgen wir bis nach Gahmen, hier verlassen wir den Weg und fahren zwischen Wiesen und Feldern ins Mühlenbachtal hinein bis zum Ausgangspukt der Tour.