De Utflug to n Sülverhochtiet

Durch das Calenberger Land nach Schaumburg-Lippe

Datum:

Tourenleitung:

Start / Ziel:

StreckenINFO:

Anreise:

Freitag, den 15.07.2022 bis Samstag, den 16.07.2022

André + Petra Medzech

Hannover HBF / Lindhorst

ca. 110 km ● 652 hm  Einwegstrecke ● Tourenrad

Bahnfahrt

 



Calenberger Land: Sanfte Hügel, Burgen, Schlösser und Klöster

Sanft hügelige Landschaft prägt das Calenberger Land südwestlich von Hannover. Zwischen der Landeshauptstadt Hannover und dem Höhenzug Deister liegt das Calenberger Land. Einst kreuzten sich dort die wichtigsten Handelsstraßen Europas. Die gute Verkehrslage, die Bodenschätze und der fruchtbare Boden verhalfen den Menschen der Region zu Wohlstand. So wurde der Landstrich zu einem beliebten Revier von Raubrittern, die dort ihre Burgen hatten. Auch die Herrschenden reagierten mit dem Bau von Festungsanlagen. Noch heute gibt es in der Region zahlreiche Burgen, Schlösser und Klöster. 

 

 

 


Schaumburg-Lippe war bis 1946 ein selbständiges deutsches Land (Grafschaft, Fürstentum, Freistaat) im Gebiet des heutigen Niedersachsen, zwischen der Stadt Hannover und der westfälischen Grenze gelegen. Der Name bezieht sich auf die Schaumburg im Wesergebirge (heute: Rinteln) und die Grafen von Lippe, die 1647 aus einer Nebenlinie die Grafen der neu gebildeten Grafschaft „lippischen Anteils“, das Haus Schaumburg-Lippe, stellten. Hauptstadt war Bückeburg.

Nördlich des Gebietes befindet sich das Steinhuder Meer, in dem sich die ehemalige schaumburg-lippische Inselfestung und Militärschule Wilhelmstein befindet. 1946 wurde Schaumburg-Lippe als Landkreis Teil des neuen Landes Niedersachsen und hier dem Regierungsbezirk Hannover zugeordnet. 1977 wurde der Landkreis im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform mit Teilen des Kreises Grafschaft Schaumburg vereinigt; beide bilden seitdem den Landkreis Schaumburg.



Erster Radeltag  Freitag, den 15.07.2022 • ca. 65 km / 437 hm

Tourbeschreibung

Vom Hauptbahnhof führt uns die Tour die Mitte von Hannover am Neuen Rathaus vorbei zum Maschsee. Zwischen HDI Arena und dem Maschsee, radeln wir auf den „Leine-Heide-Radweg“. Jetzt haben wir die Leine an unserer Seite und sie wird uns die nächsten Kilometer langsam aus der Stadt führen. Ohne mit dem Autoverkehr in Berührung zu kommen verlassen wir Hannover auf gut asphaltierten Radwegen und Feldwegen. Die Leine mäandert sich am Stadtrand entlang und wir fahren in weiten Schwüngen auf Pattensen zu. In Sichtweite der Leineauen zwischen Ruthe und Koldinngen radeln wir zwischen Wiesen und Felder auf ruhigen Nebenstraßen zum Schloss Marienburg, das Pittoreskes Märchenschloss der Welfen, bei Nordstemmen. Nachdem wir das Schloss erreicht haben, werden wir uns mit Kaffee und Kuchen stärken. Nun geht es in das Calenberger Land mit seinen sanften Hügel, Burgen, Schlösser und Klöster. An Eldagsen vorbei, am Rand des Nesselberges entlang, gelangen wir zum „Kleiner Deister“ mit seinem „Wisentgehege Springe“. Anschließend kommt uns das „Jagdschloss Springe“, das Hofjagdgebiet der Könige von Hannover, entgegen. Nun noch ein paar Pedalumdrehungen und unserer Unterkunft in Springe ist erreicht.


Sehenswürdigkeiten auf der Tour:

"Neue Rathaus" Hannover

Das Neue Rathaus ist nicht nur Wahrzeichen, sondern auch eines der begehrtesten Fotomotive der Stadt.

Was viele Hannover-Besucher für ein Schloss halten, ist in Wirklichkeit das Neue Rathaus: Der wilhelminische Prachtbau von 1913 ist heute eines der Wahrzeichen der Leine-Metropole. „Alles bar bezahlt, Majestät!“, rief damals Stadtdirektor Heinrich Tramm voller Stolz Kaiser Wilhelm II. bei der Einweihung zu. Über zehn Millionen Mark hatte sich die Stadt ihr repräsentatives, auf 6.026 Buchenpfählen errichtetes Rathaus kosten lassen.

 

Schloss "Marienburg"

Das Schloss Marienburg ist eine historistische Schlossanlage, die König Georg V. von Hannover von 1858 bis 1869  als Sommerresidenz, Jagdschloss und späteren Witwensitz auf dem Marienberg in Pattensen (Region Hannover) erbauen ließ. Es war ein Geschenk an seine Ehefrau, Königin Marie, zu ihrem 39. Geburtstag am 14. April 1857. Königin Marie und ihre Tochter Mary bewohnten das Schloss in den Jahren 1866 bis 1869. Nach ihrer Abreise ins Exil wurde das Schloss für fast 80 Jahre nur vom Hausmeister und ab 1945 vorübergehend von Flüchtlingen und von der Familie von Ernst August (III.) bewohnt.

Jagdschloss Springe

Am Kleinen Deister liegt das Jagdschloss Springe. König Georg IV. ließ das Gebäude zwischen 1838 und 1842 nach Plänen des Hofbaumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves erbauen. Laves zeichnete als Innenarchitekt gleichermaßen für die prachtvolle Einrichtung verantwortlich. In dem Prunksaal verspeiste der König mit seinem Jagdgefolge einst das erlegte Wild.

Eine mehr als 16 Kilometer lange Mauer grenzt den Wald ein, einst das königliche Jagdrevier. Auch Kaiser Wilhelm II. ließ im sogenannten Saupark noch jährlich zwei Treibjagden veranstalten. Heute dient das Jagdschloss als Museum.

 



Die Unterkunft in Springe:

Hotel "Garni" in Springe

Hotel zum Wohlfühlen

Seit mehr als 35 Jahren genießen unsere Gäste in unserem Familienbetrieb herzliche Gastfreundschaft. Wir möchten, dass Sie sich auch unterwegs Zuhause fühlen, weshalb Sie sich in unserem Haus immer auf eine entspannte & gemütliche Atmosphäre freuen dürfen. Lassen Sie den Alltag hinter sich und starten Sie nach einer erholsamen Nacht mit einem liebevoll zubereiteten Frühstücksbuffet in den Tag.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 [Informationen zum Hotel]

 

 


Zweiter Radeltag  Samstag, den 16.07.2022 • ca. 45 km / 296 hm

Tourbeschreibung

Der letzte Tag der Tour führt uns aus Springe heraus, zwischen Deister und Süntel, nach Bad Münder. Hier geht die Fahrradroute zunächst Richtung Nettelrede. Der Ortsname leitet sich von der Brennnessel ab, deren Fasern zu Stoff, dem Nessel, verwebt wurden. Hinter Nettelrede führt die Strecke bis nach Luttringhausen stetig berg an. Oben angekommen entschädigt der Ausblick über die Deisterkuppen und zum Süntel hin für die Mühe. Gleich am Ortseingang liegt links das Rittergut Luttringhausen. Weitere Orte wie Einbeckhausen und Schmarrie werden durchfahren ehe wir daß Wasserschoss in Hülsede erreichen. Claves von Rottorp ließ von 1529 bis 1548 das Wasserschloss Hülsede mit Wall, vier Ecktürmen und zwei Gräben errichten. Weiter auf der Tour geht es durch Messenkamp und nach Lauenau. Der Ort besitzt gleich drei Rittergüter. Das Rittergut von Meysenburg, Schloss Schwedesdorf (Otto von Münchhausen 1561-1601) und Wasserschloss "Lauenau". Nun radeln wir nach Pohle und weiter nach Apelern zum Adelshof von Münchhausen, ein Wasserschloss das 1560 unter Börries von Münchhausen neu erbaut wurde. Von hier aus geht es über Soldorf zur „Windmühle Rodenberg“ und deren Café. Hier stärken wir uns und genießen die Aussicht. Danach geht es nach Bad Nenndorf und über Horsten und Riepen, immer auf ruhigen Nebenstraßen, nach Lindhorst. Hier ist die Tour zu Ende.


Sehenswürdigkeiten auf der Tour:

Wasserschloss Hülsede

Claves von Rottorp ließ von 1529 bis 1548 das Wasserschloss Hülsede mit Wall, vier Ecktürmen und zwei Gräben errichten. Bereits 1585 übernahm die Familie von Mengersen das Schloss und ergänzte die Anlage im Stil der Weserrenaissance. Das seit 400 Jahren im Besitz der Familie Mengersen befindliche Schloss steht unter Denkmalschutz und wird seit 1979 behutsam restauriert. Am Eingangstor informiert eine Tafel über die Geschichte des Wasserschlosses. Der Außenbereich ist bis zum Innenhof zu besichtigen – immer mit Rücksichtnahme auf die Privatsphäre der hier lebenden Besitzer. 

Schloss Schwedesdorf

Das Schloss besteht aus einem Haupt- und einem Nebenhaus, die rechtwinklig zueinander stehen. An einem Gebäude steht ein 1606 nachträglich angebauter sechseckiger Treppenturm. Im 19. Jahrhundert wurde das Fachwerkobergeschoss erneuert. In den Jahren 1892 und 1893 kam es durch Hermann Schaedtler zu Umbauten und zu Erweiterungsbauten. Im Inneren des Schlosses gibt es drei Kamine, die mit Roll-, Beschlag und Schweifwerk verziert sind. Auf der Westseite des Schlosses befindet sich ein öffentlich zugänglicher Garten mit exotischen Bäumen.

Wasserburg Lauenau

Um 1190 ließ Herzog Heinrich der Löwe nach seiner Rückkehr von einem Kreuzzug die Burg Lauenau als Wasserburg errichten. Sie diente als Grenzfeste gegen die Schaumburger Grafen, die während seiner Abwesenheit seine Ländereien vereinnahmt hatten. Er verjagte die Schaumburger mit seinen Söhnen und etablierte die Burg, die auch bald zur herzoglichen Gerichtsstätte wurde. 1307 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Die Welfen verpfändeten die Burg weiter an Burgmannen und auf diese Weise kam sie 1331 an Graf Adolf von Schaumburg. In den......