Das "Nassen Dreieck" bei Hörstel

Radtour zum Wasserstraßendreieck am NW-Ausläufer des Teutoburger Waldes

Datum:

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Teilnehmer:

Anreise (Kosten):

 

Hinweis:

Samstag, den 05.08.2023

André Medzech

Lünen HBF ● 00:00 Uhr

Münster HBF / Epe BF

ca. 110 km ● 431 hm  Einwegstrecke ● Tourenrad

0231 / 876940 bis Dienstag, den 01.08.2023

max. 10 Radler

Bahnfahrt (ca. 15,00 € p. P.)

 

Bitte Verpflegung für den Tag und ein verkehrssicheres Fahrrad mitbringen;

außerdem empfehlen wir das Tragen eines Helmes.



Das "Nasse Dreieck"...

Dieser besondere Ort entstand 1916 in Bergeshövede mit dem Bau des Mittellandkanals, der hier an den Dortmund-Ems-Kanal anschloss. Der Dortmund-Ems-Kanal wurde von 1892 – 1899 gebaut und von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Der Bau des Mittellandkanals wurde 1905 freigegeben. Die Freigabe war von der Bevölkerung mit Spannung verfolgt worden: Endlich stand fest, dass die Kanalverbindung nach Hannover bei Bergeshövede vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigen und damit das „Nasse Dreieck“ entstehen sollte. Es ist bis heute ein wichtiger Knotenpunkt in der Binnenschifffahrt.

Nach einer Bauzeit von 9 Jahren wurde 1915 die Teilstrecke Bevergern-Minden und ein Jahr später die Strecke Minden-Hannover für den Verkehr freigegeben. Dies war auch gleichzeitig die Geburtsstunde des „Nassen Dreiecks“. Im Laufe der Zeit entstanden rund um das Dreieck verschiedene Bauwerke, beispielsweise die Schleuse Bergeshövede, und einige Brücken. Nach und nach erlebte das „Nasse Dreieck“ einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Gaststätten und Geschäften. Davon zeugen noch heute der Hafen, die Bunkerstationen und die anderen Einrichtungen. Bis in die 60er Jahre gab es hier ein Internat, die Schule für die Kinder der Binnenschiffer. Jedoch gingen die Umsätze mit dem Aufkommen der motorisierten Selbstfahrer und der Auflösung der Schleppschifffahrt zurück.

Heute liegt dieser Punkt in idyllischer Ruhe, es existieren noch zwei Schiffsausrüster und einige Gaststätten. Das „Nasse Dreieck“ ist ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen und der einheimischen Bevölkerung. Die Gemeinde hat hier Wanderwege und einen Aussichtspunkt mit Gedenkstein geschaffen. [Weitere Informationen]


Tourbeschreibung

Vom Bahnhof Münster radeln wir durch die Innerstadt am fürstbischöflichen Schloss vorbei, durch die Stadtteile: Kreuzviertel, Uppenberg und Kinderhaus, hinaus ins Münsterland. Es geht durch Wiesen und Felder, durch das Waldgebiet „Vorbergs Hübel“, bis hin nach dem Ort Häger. Nachdem die „Aldruper Mark“ durchradelt wurde, wird Greven erreicht. Hinter Greven überqueren wir die Ems und folgen jene bis nach Saerbeck.  Von hier aus fahren wir auf dem Bevergerner Damm schnurgerade, am Bioenergiepark Saerbeck vorbei, nach Riesenbeck am Teutoburger Wald. Ab hier folgen wir den Dortmund-Ems-Kanal bis zum „Nassen Dreieck“ nach Hörstel. Dieser besondere Ort entstand 1916 in Bergeshövede mit dem Bau des Mittellandkanals, der hier an den Dortmund-Ems-Kanal anschloss. Am Kanal entlangradelnd, zwischen den Letzen Ausläufer des Teuteburger Wald und des Münsterlandes, wird der Kanal bei Rheine überquert. Nach einigen Kilometern gelangen wir zum Kloster Bentlage. Das Kloster gründeten im Jahre 1437 Mitglieder des Kreuzherrenordens. Nächstes Etappenziel ist das Gradierwerk, das sich im Salinenpark von Rheine befindet, direkt am Natur-Zoo. Von hier radeln wir am Rand von Rheine entlang bis hin zur Bahntrassenradweg Ochtrup-Rheine. Die ca. 40km lange Bahnstrecke war eine eingleisige und nicht elektrifizierte Nebenbahn im nördlichen Münsterland. Sie führt uns am Offlumer See (ursprünglich wurde der Offlumer See als Abbaugebiet von Sand- und Kies über Jahrzehnte genutzt) vorbei bis zum Ende der Strecke in Ochtrup. Hier verlassen wir die Trasse und radeln durch Felder und Wiesen, am NSG „Auf der Ammert“ entlang, bis nach dem Ort Epe, wo am Bahnhof unsere Tour endet.                                                                                                 (NSG=Naturschutzgebiet)


Sehenswürdigkeiten auf der Tour:

Kloster "Bentlage"

Natur und Kultur im Einklang – das macht den außergewöhnlichen Reiz des Klosters Bentlage aus. Hochwertige Ausstellungen im Museum, entspannte Atmosphäre im Klostergarten und wunderbare Radwege am Emsufer. Viele gute Gründe für einen Besuch des Klosters in Rheine.

Der Geschichte auf der Spur

1437 gründeten Mitglieder des Kreuzherrenordens das spätgotische Kloster Bentlage. Es wurde immer wieder erweitert. 1803 wurde es durch die Säkularisierung Residenz des Landesfürstentums Rheine-Wolbeck. Nur drei Jahre später wurde es an die Adelsfamilie Looz-Corswarem übergeben. Diese baute das ehemalige Kloster zu einem Schloss um. Manchmal ist deshalb auch die Rede vom „Kloster/Schloss Bentlage“.

"Salinenpark" Rheine

Ganz im Norden des Münsterlandes liegt Salz in der Luft. Der Salinenpark in Rheine erfreut sich seit seiner Eröffnung 2004 großer Beliebtheit. Ruhe ist ein ganz auffälliges Element des Salinenparks und dieses spiegelt sich auch in der Gartenarchitektur wieder.

Gartenarchitektur mit Hintergedanken

Die Saline besteht aus zwei Gradierwerken, deren optisch fehlendes Mittelstück durch kastenförmig geschnittene Linden ergänzt wird. Diese Idee gibt dem ganzen Park mehr Platz und Luft und gibt den Blick auch die Felder und Wälder im Hintergrund frei. Überall im Park finden sich Bänke und stille Plätze, die zu erholsamen Augenblicken einladen.

Vom Kurpark zum Bürgerpark

Zur Saline "Gottesgabe" gehört das Kurhaus, welches Anfang...

Offlumer See

Herzlich willkommen in der Parklandschaft Münsterland an einem der schönsten Seen in Nordrhein Westfalen!

Ursprünglich wurde der Offlumer See als Abbaugebiet von Sand- und Kies über Jahrzehnte genutzt. Danach wurde er nach und nach an die Öffentlichkeit übergeben. Heute bietet der See seit seiner Umgestaltung im Rahmen der Regionale im Jahr 2004 ein exklusives und trotzdem naturnahes Ambiente im Schatten ehemaliger Industrieruinen.

Mit seiner Strandpromenade und einem weiten Badestrand ist er das perfekte Ausflugsziel für Touristen aus ganz NRW, sowie Einheimische aus Neuenkirchen und dem Umland. Vom Strand oder den Terassen des See Cafes lässt sich fast der ganze See überblicken. Von hier aus lässt sich aber auch in Ferne, in die Weiten....